MDMA

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Eine Sammlung von MDMA-Pillen - sogenannte Teile (Emma, Ecstasy, XTC)

MDMA steht für die chirale chemische Verbindung 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin.

Diese gehört strukturell zur Gruppe der Amphetamine und ist insbesondere als weltweit verbreitete Partydroge bekannt.

Synonyme[Bearbeiten]

Emma, Ecstasy, E, Adam, XTC, Teile, Dinger, Essence, Love, Cadillac oder schlicht Pille.

Ecstasy[Bearbeiten]

MDMA war in den 1980er Jahren mit der Droge Ecstasy synonym – und ist es in der Wahrnehmung vieler Konsumenten und in der Medienberichterstattung bis heute. Tatsächlich werden aber seit den 1990er Jahren in zunehmendem Maße Pillen unter dem Namen „Ecstasy“ gehandelt, die wenig oder gar kein MDMA, sondern auch andere Inhaltsstoffe enthalten können, wenngleich über die Hälfte der „Ecstasy“-Pillen verschiedenen Untersuchungen zufolge weiterhin MDMA enthält.

Molly[Bearbeiten]

In jüngster Zeit wird auch Molly bei Konsumenten und in der Berichterstattung (insbesondere in den USA) synonym mit MDMA in pulverisierter Form verstanden.

Kristalle[Bearbeiten]

Manche Drogenkonsumenten gehen dazu über, MDMA nicht mehr in Pillenform (als „Ecstasy“) oder pulverisiert (als „Molly“), sondern in Form von Kristallen zu konsumieren, in der Hoffnung, dadurch die unerwünschte Streckung des Wirkstoffs vermeiden zu können.

Dosierung[Bearbeiten]

Generell ist die richtige Dosierung von MDMA in Pillenform sehr schwierig, da die verkauften Einheiten häufig starke Wirkungsstoffschwankungen haben. Zusätzlich enthalten die Pillen häufig unterschiedliche weitere Wirkstoffe, die bei zu starker Überdosierung erhebliche Folgen haben können. Die oft auch in Ecstasy enthaltenen Wirkstoffe MDEA und MDBD wirken sehr ähnlich wie MDMA und viele User können sie allein von der Wirkung her nicht unterscheiden.

Die Dosierung ist damit in kristalliner Form einfacher und genauer durchführbar.

Eine genaue Bestimmung der Konzentration des Wirkstoffs erscheint schwierig, da es auch Zeitperioden gibt, in denen Pillen als Ecstasy verkauft werden, die allerdings kein MDMA enthalten. Durchschnittlich enthalten "gute" Ecstasy Pillen 80 - 120mg MDMA. Leichte bemerkbare Effekte: 30 mg

  • Lowdose: 40 - 75 mg
  • Mittelstarke Wirkung (Häufig für kleine oder empfindliche Menschen): 60 - 90 mg
  • Mittelstarke Wirkung (Häufig für die meisten Menschen): 75 - 125 mg
  • Mittelstarke Wirkung (Häufig für größere Menschen): 110 - 150 mg
  • Starke Wirkung: 150 - 200 mg
  • Sehr starke bis gefährliche Wirkung: 200 + mg

Wirkung[Bearbeiten]

MDMA wirkt vor allem antriebssteigernd, weshalb es oft verwendet wird um eine Nacht lang durchtanzen zu können. Besonders, im Vergleich zu anderen Amphetaminen, ist aber seine entaktogene Wirkung: Man nimmt seine eigenen Emotionen intensiver wahr. Die Grenzen zwischen Individuum und Umgebung scheinen zu verschwimmen (verminderte Ich-Abgrenzung, vgl. skin-encapsulated ego). Das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur Introspektion, d.h. zur Betrachtung der eigenen Gefühle, Stimmungen und der inneren Konflikte, ist gesteigert.

In höheren Dosierungen können auch halluzinogene Wirkungen auftreten, wobei allerdings die Selbstkontrolle erhalten bleibt. Eher kommt es zu Wahrnehmungsveränderungen, wie z.b: einem verschwommenen Blickfeld, Nachbildern, einer gesteigerten Geräuschempfindlichkeit, intensiveren visuellen Wahrnehmungen und veränderte Zeitwahrnehmung.

Akut können nach der Einnahme auftreten: Mundtrockenheit, Übelkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, körperliches Missempfinden, Zuckungen im Gesicht, Krämpfe, Unruhe und Schlaflosigkeit.

Oft wird auch Appetitlosigkeit und mangelndes Durstgefühl beschrieben, dies kann im Zusammenhang mit dem durch Ecstasy gesteigerten Harndrang und der körperlichen Aktivität schnell zu Dehydrierung und Überhitzung führen, was wiederum sehr schädlich für den Körper ist und unbedingt vermieden werden sollte.

Nachwirkungen/Come-Down[Bearbeiten]

Beim Ausklingen eines Rausches können einige Wirkungen in ihr Gegenteil umschlagen. Dies nennt man einen "Come-down". Es kann zu depressiven Verstimmungen, Angst, Gereiztheit und Verschlossenheit kommen. Die antriebssteigernde Wirkung kann zu Schlafproblemen führen. Auch kann es zu Erschöpfungszuständen, Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit, Sprachstörungen, herabgesetzter Libido, Rastlosigkeit und Gedächtnisstörungen kommen. In einigen Fällen wird von einer depressiven Phase in den Tagen nach dem Konsum von MDMA berichtet. Dies wird oft als Schwarzes Loch bezeichnet.

Ein Grund dafür ist der im Gehirn gesunkene Serotonin-Spiegel beim Ausklingen des Rausches von MDMA.

Langzeitschäden[Bearbeiten]

Wie bei anderen Amphetaminen erscheint eine neurotoxische Wirkung von MDMA als wahrscheinlich, welche insbesondere durch die Wirkung als Serotonin- und Dopamin-Ausschütter bedingt sei.

Es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Schaden mit der Zeit akkumuliert, d.h. der letztendliche Schaden ungefähr mit der im Leben konsumierten Menge an Ecstasy korreliert.

Zum Teil wird auch empfohlen sehr lange Konsumpausen zwischen den Einzeldosen zu machen, hierzu liegen allerdings keine Studien vor. Es lässt sich allerdings sagen, dass man mit Regeln wie "Eine Tablette pro Monat" oder "Eine Tablette pro Jahr" auch eine geringere Lebenszeitdosis ansammelt, was schädliche Folgen aber auch nicht ausschließt.

Psychische Krankheiten[Bearbeiten]

Untersuchungen an Ecstasy-Konsumenten haben eine erhöhte Neigung zu psychischen Krankheiten gezeigt. Hierbei ergibt sich allerdings das Problem das Ecstasy-Konsumenten häufig auch Psychedelika konsumieren oder Mischkonsum betreiben (z.B. beim Candyfliping).

Etwa ein Viertel der Ecstasy-Konsumenten zeigte in einem Zeitraum von einem Jahr eine psychische Störung. Davon werden acht Prozent auf den Ecstasy-Konsum, weitere acht auf den Konsum von Halluzinogenen und vierzehn Prozent auf Mischkonsum zurückgeführt.